|
|
Wie sieht das Neubauprojekt aus?
Wozu die integrierte 'Versöhnungskirche'
?
Die praktischen Konsequenzen aus der Gleich-Gültigkeit
der Religionen
Dementieren die zuständigen kirchlichen Autoritäten
ausdrücklich
eine geplante Nutzung der Kirche für interreligiöse
Aktivitäten?
Was ist von dieser Verlautbarung zu halten?
Das Fazit ist: Es gibt keinen Grund zur Entwarnung.
Im
Anschluß an die interreligiöse Konferenz in Fatima wurden
die Pläne des Heiligtums, eine neue Kirche zu bauen, die der
Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht sein soll, von vielen in Verbindung
gebracht mit der Aussage des Rektor des Heiligtums, Mgr. Guerra:
"Die Zukunft von Fatima, oder die Verehrung Gottes und seiner
Mutter an diesem Heiligtum, muß umgewandelt werden in ein
Heiligtum, wo sich die verschiedenen Religionen vermischen können".
Da, wie im ersten Teil der Dokumentation aufgezeigt, diese Aussage
authentisch und durchaus ernst zu nehmen ist, besteht die begründete
Befürchtung, dass diese neue Kirche jenem Zweck dienen soll,
von dem Portugal News in seinem Leitartikel vom 1. November 2003
im Anschluß an den interreligiösen Kongreß berichtete:
"Das Heiligtum soll umgewandelt werden in ein Zentrum, wo alle
Religionen der Welt zusammenkommen können, um ihre verschiedenen
Gottheiten zu verehren". Soll diese neue Kirche vielleicht
am Ende ein interreligiöses "Heiligtum" werden, wo
auch die Anhänger anderer Religionen ihre Kulte verrichten
können? - Das ist die Frage, mit der sich diese Dokumentation
auseinandersetzt.
Wie sieht das Neubauprojekt aus?
| |
|
|
|
|
Vorderansicht
der neuen Basilika, Skizze
aus der Arbeit von Antonio P.O. Carvalho.
Das Kreuz auf dem Turm findet sich bezeichnenderweise nicht
auf dem Modell, das im Heiligtum von Fatima ausgestellt ist
(siehe Bild unten).
|
|
In überraschender
Ermangelung einer Präsentation dieses Riesen-Projektes auf
der Homepage des Fatima-Heiligtums seien zwei andere Quellen zitiert,
die dieses Projekt beschreiben. Antonio P.O. Carvalho von der Universität
von Porto hat unter dem Titel "Die neue Megakirche für
das Fatima-Heiligtum" eine Arbeit veröffentlicht, die
er auf dem 10. internationalen Kongreß für "Sound
and Vibration" vom 7. bis 10. Juli in Stockholm vorgetragen
hat. In ihr beschreibt er die akustischen Eigenschaften der neuen
Kirche. In dieser Arbeit ist zu lesen: "Das Projekt der Dreifaltigkeitskirche
mit 9000 Sitzplätzen wurde in seiner endgültigen Fassung
von dem griechischen Architekten A. Tombazis entworfen. Diese Megakirche
wird ein Volumen von 130.000 m3 haben und eine durchschnittliche
Höhe von 15 Metern mit zwei Nutzungsgrößen (einmal
mit 3000 und einmal mit 9000 Sitzplätzen). Ihre Kapazität
wird die Kirche zur größten in Portugal machen und zu
einer der größten katholischen Kirchen in der Welt ...
Die doppelte Weise der Nutzung des Kirchenraumes (für
3000 und für 9000 Personen) wird erreicht durch den Gebrauch
einer beweglichen Wand ..." 1)

Das
endgültige Modell der neuen Basilika; das Kreuz steht im Abseits
Diese
Schilderungen finden ihre Bestätigung in dem alle drei Monate
erscheinenden Rundbrief von Pater Kondor, SVD, Fatima (der Vize-Postulator
im Seligsprechungsprozeß von Jacinta und Francesco). Er schreibt
von der Grundsteinlegung zu diesem Neubau, die am 6. Juni 2004 stattgefunden
hat: "Am Dreifaltigkeitsfest wurde im Heiligtum (von Fatima)
der Grundstein gelegt. Dieser Grundstein war ein kleiner Marmorstein,
der aus dem Grab des Apostels Petrus genommen wurde, über dem
in Rom die Petersbasilika erbaut worden ist. Am 9. März wurde
der Grundstein durch Papst Johannes Paul II. gesegnet und verschenkt.
Der Bischof von Leiria-Fatima stand dieser Weihefeier vor. 'Auf
die Fürbitte der seligen Jungfrau Maria und der seligen Francisco
und Jacinta Marto, so betete der Bischof, soll dieses
Werk eine fortdauernde Einladung zu Gebet und Buße, zur
Versöhnung und für den Frieden sein, wie Unsere Liebe
Frau von Fatima ihn erbeten hat.' Die Kirche, die am 13. Mai 2007
eingeweiht wird, wird aus zwei großen Baukörpern zusammengesetzt:
Versöhnungskirche und eigentliche Kirche. Die Rundkirche
hat einen Radius von 125 Metern. Es besteht die
Möglichkeit, den Raum in zwei Teile mit stabilen Trennvorhang
einzuteilen. Darin finden 3000 oder 9000 Personen eine Sitzmöglichkeit"
2).
Wozu die
integrierte 'Versöhnungskirche' ?
Leider
sind diese Schilderungen nicht dazu geeignet, die Befürchtungen
zu zerstreuen, dass die neue Kirche auch für nichtkatholische
Kulte und interreligiöse Aktivitäten gebaut wird, denn
was soll es bedeuten, dass rein baulich eine Zweiteilung des Kirchenraumes
geplant ist und der kleinere Teil "Versöhnungskirche"
genannt werden soll? Warum wohl äußerte der Bischof von
Fatima-Leira, D. Serafim de Sousa Ferreira e Silva, bei der Weihefeier
des Grundsteins aus dem Petersgrab am 9. März 2004, dieses
neue Heiligtum solle eine fortdauernde Einladung sein zur "Versöhnung
und für den Frieden". - Wer soll hier versöhnt
bzw. zwischen welchen Parteien soll Frieden gestiftet werden? Aus
allem was die verantwortlichen kirchlichen Autoritäten in Portugal
auf und nach dem interreligiösen Kongreß geäußert
haben, kann man nur schließen, dass es hier um die Versöhnung
der verschiedenen Religionen geht und dass die Versöhnungskirche
diesem Zweck dienen soll. Was diese Personen unter Versöhnung
verstehen, ist ersichtlich aus der offiziellen Schlusserklärung
des Kongreßes, die sich klar für eine Annäherung
aller Religionen ohne Bekehrungsversuche ausspricht:
"Keine Religion darf ... sich selbst stärken, indem sie
die anderen erniedrigt. Ein
offener Dialog ist der Weg, Brücken zu bauen und Mauern von
jahrhundertelangem Haß einzureißen. Was notwendig ist,
ist dass jede Religion ihrem integralen Glauben treu bleibt und
jede andere Religion als gleich gültig anerkennt..."3)
.
Die Treue zum integralen Glauben schließt aber notwendig auch
die Treue zu den je eigenen religiösen Kulten mit ein! Beides
ist untrennbar, da der Kult die offizielle Ausübung des Glaubens
ist.
nach
oben..
Die praktischen
Konsequenzen aus
der Gleich-Gültigkeit der Religionen
Anerkennt
man alle Religionen als gleich gültig, dann auch ihre Kulte!
Dann aber ist denkbar, was einem jeden Katholiken Schauer erregen
müsste, dass nämlich im größeren Teil des Neubaus
eine Hl. Messe gelesen wird, während in der Versöhnungskirche
Hindus ihr Pujaritual abhalten, Buddhisten ihre Räucherstäbchen
abbrennen und Moslems ihre Gebetsteppiche ausrollen. Das
ist die letzte Konsequenz, wenn man alle Religionen für gleich
gültig erklärt: Das Kreuzesopfer unseres Herrn Jesus auf
einer Stufe mit den Götzen der Heiden ("Alle Götter
der Heiden sind Götzen", 1 Ch 16,26). Und diese Konsequenz
wird gezogen! - Das und nichts anderes wird in der aktuellen ökumenischen
Bewegung, die auch von Rom mitgetragen wird, unter der Versöhnung
der Religionen verstanden. Einige Beispiele mögen dies
aufzeigen: An erster Stelle muß Assisi genannt werden. Am
27. Oktober 1986 wurde unter den Augen des Papstes dem Dalai Lama
mit mehreren Anhängern die Kirche St. Peter in Assisi zum Gebet
überlassen. Der Papst selbst hatte
zu einem interreligiösen Treffen der Weltreligionen eingeladen.
Der Tabernakel, in dem sich noch das allerheiligste Altarssakrament
4)
befand (!) wurde mit einem großen weißen Tuch zugehängt.
Sodann wurde er missbraucht als Sockel für eine knapp 40 cm
hohe Buddhastatue in einem gläsernen Schrein, vor der die Buddhisten
ihr Gebet verrichteten und ihre Räucherstäbchen
abbrannten. All das geschah unter
Beisein einer großen Anzahl von Reportern, d.h. es war eine
öffentlich wohl vorbereitete Veranstaltung. 5)
| |
|
|
|
|
Assisi,
27. Oktober 1986. Der Dalei Lama betet vor dem Altar in der
Kirche St. Peter. Der Tabernakel ist mit einem weissen Tuch
verhüllt. Auf ihm steht eine gläserne Buddhastatue.
|
|
Damit
war der Damm gebrochen. Eine neue Ära ökumenischer Praxis
war damit eingeläutet. Die Großzügigkeit
des obersten Pontifex im Bereitstellen kirchlicher Räumlichkeiten
für nichtkatholische und sogar heidnische Riten, wurde seitdem
auf allen Kontinenten vielfach nachgeahmt. Am 5. Mai 2004 geschah
ähnliches in Fatima. Ein Hindu-Priester aus Lissabon hat mit
Erlaubnis von Mgr. Guerra in der Erscheinungskapelle von Fatima
an den Altar treten dürfen und ein Puja-Ritual vollzogen, d.h.
an einem geweihten Ort, wo nur ein katholischer Priester stehen
und dem dreifaltigen Gott opfern darf, - wiederum vor laufenden
Fernsehkameras.
|
|
 |
Ein
Fernsehbild von SIC Televisino, aus der Lifeübertragung
vom 5. Mai 2004: Ein Hindupriester am Altar der Erscheinungskapelle. |
(Vgl.
hierüber die nächste ausführliche Dokumentation).
In Indien ist es dasselbe: Pater Arul Irudayam, der Direktor
des Marienheiligtums in Vailankanni, des indischen Lourdes
mit vielen Millionen Pilgern jährlich,
äußerte sich erfreut über die Weiterentwicklung
der interreligiösen Praxis in seinem Land und zwar dahingehend,
"daß die Hindus ihre religiösen Rituale jetzt in
der Kirche (gemeint ist das marianische Heiligtum, Anm.) zelebrieren".
6)
Aus
Deutschland seien nur zwei Beispiele aus jüngster Zeit genannt:
Am 5. August 2004 feierten mit Erlaubnis des Domdechanten, Weihbischof
Johannes Kapp, eine Gruppe von Anglikanern
am Grab des heiligen Bonifatius im Dom zu Fulda eine Messe
unter Verwendung der Paramente und liturgischen Geräte aus
der Sakristei des Domes. Weihbischof Kapp ließ sein Bedauern
ausrichten, dass er nicht an der "Messe" teilnehmen könne,
da er anderweitig in Beschlag genommen sei. 7)
Es sei in Erinnerung gerufen, was Papst Leo XIII. endgültig
bindend in seinem Brief "Apostolicae curae et caritatis"
festgestellt hat, dass nämlich "das Sakrament der (Priester-)Weihe
und das wahre Priestertum Christi aus dem anglikanischen (Priesterweih-)Ritus
völlig ausgemerzt wurde..." 8).
Folglich sind die anglikanischen Priester keine Priester
sind und nicht fähig eine gültige Hl. Messe zu zelebrieren,
ganz abgesehen davon, dass sie zudem beharrlich die Unterordnung
unter den päpstlichen Primat verweigern. Ein
letztes Beispiel verdeutlicht, wie ein interreligiöses
Heiligtum konkret aussehen kann: In der Tagespost vom 24.07.2004
9)
wird von einem neuen ökumenischen Kirchenzentrum in
Freiburg-Rieselfeld berichtet, gebaut aus Mitteln der evangelischen
Landeskirche und dem Erzbistum Freiburg. Regina Einig berichtet
unter dem Titel Bevormundung in Beton: "Auf Anhieb
ist der Betonbau nicht als Gotteshaus erkennbar. Kein Kreuz kennzeichnet
ihn innen oder außen als christlichen Ort..., keine Glocke
lädt die Gläubigen zum Gebet ein, es gibt keinen künstlerischen
Bezug zur Kirchenpatronin.

Das
interreligiöse "Heiligtum" von Freiburg-Rieselfeld

Das
interreligiöse "Heiligtum" von Freiburg-Rieselfeld:
Der "katholische" Altarraum
Dafür
ist Multifunktionalität Trumph: Neben einem jeweils eigenen
Gottesdienstraum für katholische und evangelische Christen
gibt es zwei Pfarrämter, Gruppenräume, einen Kirchenladen
und einen Raum für Konfessionslose oder Andersgläubige...
Aufschiebbare Betonfaltwände zwischen den beiden Kirchenräumen
sollen gemeinsame ökumenische Feiern ermöglichen...
Mit einem eigentümlichen Feingefühl werden sich die Katholiken
bei ökumenischen Feiern gemeinsam mit den evangelischen Christen
dem Taufstein zuwenden und dem Tabernakel dabei den Rücken
zuwenden... ein der Gemeinde zugewandter Tabernakel sei zu
dicht dran am Volk zitiert die Architektin den katholischen
Pfarrer Konrad Irslinger". Mit einem Wort: ein kleines
interreligiöses Heiligtum, das unter einem Dach
alle in versöhnter Verschiedenheit eint: Die Katholiken,
die Protestanten und die Anders- und Nichtgläubigen. Dies zeigt,
dass die Befürchtung, die Neuorientierung Fatimas werde mit
der neuen Megakirche in eine architektonische Form gegossen und
damit dauerhaft "institutionalisiert", nicht ohne Fundament
ist. FATIMA Ruft behauptet indessen in der Ausgabe Nr. 186 ohne
Nennung irgendeiner Quelle: "...die Behauptung, die neue Basilika
werde ein Gotteshaus, in dem alle Religionen ihren Kult abhalten
können, ist falsch. Die neue Basilika wird der heiligen Dreifaltigkeit
geweiht und steht für nichtkatholische Kulthandlungen nicht
zur Verfügung." Der Umstand, dass für diese Behauptung
keine Quelle genannt wird, lässt vermuten, dass es sich dabei
lediglich um einen frommen Wunsch handelt, da sie gleichzeitig
offenbart, dass der anonyme Autor sich gar nicht oder jedenfalls
nicht intensiv mit den keineswegs so klaren Aussagen der zuständigen
Autoritäten auseinandergesetzt hat, insbesondere mit der 10-Punkte-Erklärung
von Mgr. Guerra vom 29. Juni. Dasselbe muß leider auch Mgr.
Vogel, vom Fatima-Weltapostolat in Petersberg zur Last gelegt werden.
Mit einer Erklärung von einer halben Seite ist die derzeitige
Problematik um Fatima für ihn abgetan., nachzulesen auf der
Homepage des Fatima-Weltapostolates. Die Botschaft ist eindeutig:
Nur nicht nachbohren, denn es könnte weh tun. Da
diese Vorgehensweise nicht wirklich zufrieden stellen kann, sei
hier der Versuch getan, das Versäumte nachzuholen:
Dementieren
die zuständigen kirchlichen Autoritäten ausdrücklich
eine geplante Nutzung der Kirche für interreligiöse Aktivitäten?
nach
oben..
1. Wortmeldung
aus dem Vatikan: Erzbischof Fitzgerald
Delia Gallgher berichtet in einer
Meldung der Nachrichtenagentur Zenit, für die sie arbeitet,
unter dem Datum des 1. Januar 2004 von einem persönlichen Gespräch
mit dem Präsidenten des päpstlichen Rates für den
interreligiösen Dialog, Erzbischof Fitzgerald, in dem er zugibt,
dass das neue Heiligtum nicht ausschließlich
interreligiösen Zwecken dienen solle, was soviel bedeutet wie:
aber auch interreligiösen Zwecken. Frau Gallgher
erzählt: "Als ich vor kurzem mit Erzbischof Fitzgerald
in Rom sprach, sagte er, dass er überrascht sei, dass die Neuigkeiten
des Baus eine solche Bestürzung verursacht hätten. Soweit
ich weiß, gibt es keine Pläne, dass das Gebäude
ausschließlich für interreligiöse Zwecke
entworfen worden sei, fuhr er fort. Wir anerkennen,
dass Fatima ein Wallfahrtsort für viele Religionen ist.
Aber er fügte hinzu, dass das Heiligtum nichtsdestotrotz seine
katholische Identität bewahren wird. Es war der Papst
selbst, der im Oktober 1986 in Assisi sagte, dass wir alle zusammen
Pilger sind, so Erzbischof Fitzgerald. Wie ich auf der
Konferenz in Fatima gesagt habe, müssen wir alle lernen, uns
zusammen auf die Wanderschaft zu machen; wenn wir uns auseinanderleben,
schaden wir uns selbst, aber wenn wir zusammengehen, können
wir uns einander helfen, das Ziel zu erreichen, das Gott uns
gesetzt hat." Der Erzbischof gibt hiermit zu, dass der
Bau beide Zwecke miteinander vereinen soll: Er soll dem katholischen
Gottesdienst und interreligiösen Zwecken dienen. Genau dies
spiegelt sich architektonisch in der beschriebenen Zweiteilung des
Kirchenraumes wieder.
2. Wortmeldung
aus dem Sekretariat des Heiligtums:
Mgr. Guerra, der Rektor
Mgr.
Guerra |
Am
29. Juni 2004 veröffentlichte der Rektor des Heiligtums unter
dem Titel "Die Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit wird kein
ökumenischer Tempel sein", eine zehn-Punkte-Erklärung
10),
in der er versucht, die Wogen der Empörung über die hinduistische
Zeremonie am 5. Mai 2004 in der Erscheinungskapelle, zu glätten
und die Befürchtung zu zerstreuen, dass die neue Kirche ein
interreligiöses Heiligtum werden soll: Wir zitieren
hier die Passagen, die sich auf den Neubau beziehen: "...
3) Aufgrund der Briefe, die uns erreicht haben mit der Bitte um
Erklärung, und um jedermann eine rasche Antwort zu geben, haben
wir diese kurze Verlautbarung geschrieben. Als erstes ruft sie die
wohl bekannten Prinzipien wieder in Erinnerung, die schon dargelegt
wurden, wie wir Brüder anderer Konfessionen und Religionen
empfangen; zweitens soll sie die folgenden zwei Fragen scharf ins
Auge fassen: die Anreise einer Gruppe von Hinduisten und das
Schicksal der neuen Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit.
... 9) Was die Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit betrifft, in
Bezug auf welcher man darauf besteht, sie einen "ökumenischen
Tempel" zu nennen, erklären wir, daß diese Beschreibung,
obwohl sie empfänglich ist für eine katholische Interpretation,
nicht von der Heiligtumsleitung herstammt. Wir haben und hatten
nie die Absicht in der Kirche, die sich im Bau befindet, irgendwelche
religiöse Feiern durchzuführen, die nicht den Weisungen
der katholischen Kirche entsprechen. Das Heiligtum ist besorgt,
der Botschaft gegenüber treu zu sein, die Gott ihr anvertraute
und kann nicht anders, als auf den ausgesprochen katholischen Charakter,
den die Botschaft einprägt, aufmerksam zu machen... 10) In
der Hoffnung, daß alle Brüder das verstehen, was wir
ersehnen, beten wir für die Einheit, die möglich
ist zwischen allen Christen, allen Gläubigen und
allen Menschen... Das Heiligtum von Fatima, 29. Juni 2004, Fest
Peter und Paul, Der Rektor, Fr. Luciano Guerra".
nach
oben..
Was ist von
dieser Verlautbarung zu halten?
- Zunächst
einmal ist festzuhalten, dass er den Titel des ökumenischen
Tempels nicht rundherum verwirft, wie er es sicher getan
hätte, wenn der Neubau wirklich nur eine katholische Kirche
werden sollte. Nein, er gibt zu: Der Name ökumenischer
Tempel "ist empfänglich für eine katholische
Interpretation", es sei hinzugefügt: für
eine ökumenische Interpretation. Das heißt, es
sind eindeutig ökumenische Aktivitäten in diesem Bau
geplant, wie es auch von Erzbischof Fitzgerald zugegeben wurde.
- Es
ist festzustellen, dass Mgr. Guerra versucht mit Äußerungen
zu beruhigen, die sich gut anhören, aber in Wirklichkeit
keinerlei Grund zu Beruhigung geben. Wenn er sagt: "Wir haben
und hatten nie die Absicht in der Kirche, die sich im Bau befindet,
irgendwelche religiöse Feiern durchzuführen, die nicht
den Weisungen der katholischen Kirche entsprechen", so fragt
sich, welche Weisungen das denn sind? Gibt es hier momentan überhaupt
klare Weisungen und stimmen sie mit den katholischen Prinzipien
überein?

St.
Peter, Assisi 27. Oktober 1986,
eine Buddhastatue steht auf dem Tabernakel,
Buddhisten opfern ihr Weihrauch.
Ist
es etwa mit den Weisungen der katholischen Kirche zu
vereinbaren, dass der Dalai Lama eine Buddha-Statue auf dem Tabernakel
der St. Peters-Kirche in Assisi postiert hat, um davor zu beten?
Selbst wenn es Weisungen geben würde, so ist dies dennoch ist
ein Greuel an heiliger Stätte (vgl. Mt 24,15), denn "es
ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in
dem sie selig werden sollen", als der Name "unseres Herrn
Jesus Christus" (Apg.4,12), "auf dass sich im Namen Jesu",
nicht im Namen Buddhas wie der Dalai Lama in der St.Peters-Kirche
getan, "beugen alle Knie derer, die im Himmel, auf der Erde
und unter der Erde sind, auf dass alle Zungen zur
Ehre Gottes des Vaters bekennen: Jesus Christus ist der Herr!"
(Phil2,10). Damit ist klar, daß diese Aussage von Mgr. Guerra,
die auch von FATIMA RUFT in Nr. 186
kommentarlos ins Feld geführt wird, nicht mehr ist als ein
Feigenblatt, um die Blöße dieser Gottlosigkeit und die
wahren Absichten zu bedecken.
- Aufhorchen
läßt es zudem, wenn Männer, die glaubensfeindlichen
Thesen ihren Applaus zollen (vgl. die Dokumentation zum interreligiösen
Kongreß), auf einmal versichern: "Das Heiligtum ist
besorgt, der Botschaft gegenüber treu zu sein, die Gott ihr
anvertraute". Wie treu, besser gesagt untreu
Mgr. Guerra der Botschaft von Fatima ist, zeigt sich allein schon
in seinem Bestreben, ihren Sinn in eine "Ermahnung der Muttergottes
zum interreligiösen Dialog" zu verdrehen, wie gezeigt
wurde.
- Schlussendlich
gibt er offen zu, dass ihm die Einheit "aller Gläubigen
und Menschen", ein Herzensanliegen ist. Dies stimmt mit seinen
Aussagen auf und nach dem interreligiösen Kongreß überein.
Darum überrascht es nicht, dass aus seinem Mund kein eindeutiges
Dementi zu vernehmen ist bezüglich einer geplanten Nutzung
des Neubaus für interreligiöse Aktivitäten.
Das
Fazit ist: Es gibt keinen Grund zur Entwarnung.
Der
Neubau wird, nach allem, was wir gesehen haben, mit großer
Wahrscheinlichkeit einen eigens vorgesehenen Raum bieten für
interreligiöse Aktivitäten, die sogenannte Versöhnungskirche
mit 3000 Sitzplätzen. Dieser Raum kommt zustande durch das
Ausfahren einer beweglichen Wand. Der 5. Mai 2004 war darum höchstwahrscheinlich
erst der Anfang. Wie hat Mgr. Guerra auf dem Kongreß
noch gesagt? - "Der interreligiöse Dialog in Portugal
und in der Katholischen Kirche ist zwar noch in seiner embryonalen
Phase, aber das Heiligtum von Fatima stellt sich seiner universalistischen
Berufung". Und dabei sollte die neue Mega-Kirche
keine Rolle spielen?! Das anzunehmen, sind wir nicht mehr berechtigt,
wenn wir die folgenden Worte ernst nehmen, die Mgr. Guerra selbst
auf der Homepage des Heiligtums veröffentlicht hat:
"...wenn
es uns als günstig erschient, nach all dem, was sich schon
an vielen anderen heiligen Plätzen ereignet hat, wird diese
neue Basilika fähig sein, Brüder anderen Glaubens
zu empfangen, die vielleicht in brüderlicher Weise wissen wollen,
wie wir beten..."
11)
nach
oben..
Betrachten
wir im einzelnen, was hier ausgesagt ist:
- Was
sich schon an "vielen anderen heiligen Plätzen ereignet
hat", wurde weiter oben schon beschrieben: In katholischen
Heiligtümern werden seit Assisi 1986 die Götzen der
hinduistischen Religion und der anderen heidnischen Sekten willkommen
geheißen, zusammen mit vom Glauben- und von der Einheit
der Kirche abgefallenen Gruppierungen, die sich beharrlich weigern,
zur einzig wahren Kirche Gottes zurückzukehren, die die einzige
Arche des Heiles ist. Dies soll sich nun auch in Fatima, genauer
gesagt, in der neuen Basilika "ereignen können",
wenn es "günstig erscheint".
- Was
bedeuten die Worte: "Brüder anderen Glaubens, .... die
vielleicht in brüderlicher Weise wissen wollen wie wir beten..."?
Dies ist eine weitere Beruhigungstablette für
die konservativen Katholiken. Denn erstens ist es in der heutigen
Zeit, wo Fernsehgottesdienste an der Tagesordnung sind und wo
auch jeder Nichtkatholik privat in die Hl.Messe gehen
kann, kein Geheimnis mehr, "wie wir beten". Zweitens
wissen wir aus der ökumenischen Bewegung seit 1986 sehr wohl,
dass die Nichtkatholiken nicht in unsere Kirchen kommen, um die
Hl. Messe kennenzulernen, sondern um selber aktiv zu werden:
Sei es in der Ausübung ihrer eigenen Kulte, sei es durch
gemeinsame interreligiöse Feiern mit den Katholiken.

Interreligiöses
Friedensgebet in Assisi, Oktober 1986
Das
aber soll mit dieser Formulierung geschickt ausgeblendet werden.
Es geht Mgr. Guerra offensichtlich darum, die Konservativen mit
Halbwahrheiten ruhig zu stellen, bis sie vor vollendeten Tatsachen
stehen, gegen die nichts mehr unternommen werden kann. Da
kann es auch nicht mehr beruhigen, wenn Mgr. Guerra an anderer Stelle
in einem Interview sagt: "Der Ökumenismus hat keine Rolle
gespielt beim Entwurf der neuen Basilika". 12)
Selbst wenn diese Aussage korrekt sein sollte, obwohl offiziell
von einer eigenen Versöhnungskirche die Rede ist,
ist festzuhalten, dass die Kirche St. Peter in Assisi auch nicht
mit ökumenischen Absichten gebaut und dennoch für nichtkatholische
Kulte missbraucht wurde.

Mgr.
Guerra
zeigt den Hindus das Modell der neuen Basilika, 5. Mai 2004
Das
gleiche gilt für die Erscheinungskapelle in Fatima, die am
5. Mai 2004 zum Schauplatz eines hinduistischen Puja-Rituals wurde.
Es macht nachdenklich, wenn man die Fernsehbilder sieht 13),
wie der Rektor des Heiligtums die Hinduisten anschließend
freundlich empfangen hat und ihnen zum Abschluß das Modell
der neuen Basilika zeigte. Warum wohl? Auf diese Frage
ergibt sich aus dem bisher Gesagten nur jene Antwort, die mit
Sicherheit nicht in Frage kommt: Um Interesse zu wecken
an dem Bau einer katholischen Kirche, die ausschließlich
für den katholischen Kult bestimmt ist.
nach
oben
SCHLUSSAUFRUF
ZITATNACHWEISE
|
|
|
Im
Web zu finden unter Megachurch for the Sanctuary of Fatima
|
|
|
|
Rundbrief
vom Juli 2004
|
|
|
|
Portugal
News am 1. November 2003, Titelseite
|
|
|
|
Vortrag
von Dr.Dr. Gregorius Hesse, Wien
|
|
|
|
Daniel
le Roux, Petrus liebst Du mich?, S. 196; oder auch: New Yorck
Times vom 28. Oktober 1986, Bericht von Robert Suro "12
Faiths Join Pope to Pray for Peace"
|
|
|
|
Vgl.
den Augenzeugenbericht von John Vennari unter: www.fatima.org/sprep111303.htm
.
|
|
|
|
Vgl.
Bericht in Kath.net
|
|
|
|
Denzinger/Hünermann
Nr. 3316
|
|
|
|
auf
Seite 9
|
|
|
|
einzusehen
auf der offiziellen Homepage des Fatima-Heiligtums (zu finden
über die integrierte Suchmaschine)
|
|
|
|
einzusehen
auf der offiziellen Homepage des Fatima-Heiligtums (zu finden
über die integrierte Suchmaschine).
|
|
|
|
Vgl.
John Vennaris Antwort auf die Erklärung von Mgr. Guerra
vom 28. Dezember, einzusehen auf der Homepage des Fatima crusaders
unter dem Titel "Shrine Rector Confirms New Ecumenical
Orientation at Fatima"
|
|
|
|
Hinweis
auf die Homepage von John Vennari: kommt noch.
|
|
|
|
|
nach
oben...
©
Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X. (Priesterbruderschaft St. Pius
X.)
|